Donnerstag, 26. November 2015

Meine neue Kuscheljacke

Schon vor einem Jahr wollte ich mir eine schön kuschelige Jacke nähen. Eine, die man im Winter an kalten Tagen drinnen und an warmen Tagen draußen und vielleicht auch im Sommer an kühlen Tagen oder Abenden tragen kann. Den Hauptstoff hatte ich mir dann auch direkt im letzten Jahr gekauft – einen olivgrünen schön dehnbaren Baumwollfleece.

Nur fand ich keinen Schnitt, der mir so richtig zugesagt hätte, also wollte ich mir einen selber basteln,  aber wie das manchmal so ist, kommen einem auf einmal andere Projekte dazwischen und dann geriet meine Kuscheljacke irgendwie in Vergessenheit.

Bis dann Sophie von Näähglück vor Kurzem ankündigte, dass sie ein Schnittmuster für genau solch eine Jacke herausbringen wird: Die Damenjacke Arja.

Da war es natürlich sehr praktisch, dass ich den Schnitt probenähen durfte und so ist nun endlich mein Baumwollfleece zum Einsatz gekommen und ich muss sagen, die Jacke ist damit wirklich sehr schön kuschelig geworden!!


Kapuzen- und Taschenfutter, sowie die Belege sind aus dünner Webware, die ich irgendwann mal ganz günstig im Angebot bekommen hatte. Nun passte sie so schön zu dem grünen Stoff. 


Was den Reißverschluss angeht bin ich nicht ganz glücklich. Er war supergünstig, aber dafür hakt er etwas und wellt sich etwas unschön (und zwar schon einfach so, vor dem Einnähen!). Ich dachte, dass es vielleicht nach dem Einnähen verschwindet, aber so ganz leider nicht. Und er hätte noch ein paar Zentimeter länger sein können, dann würde er schön bis unten zum Bündchenende gehen ...


Die Kapuze wurde übrigens im Laufe des Probenähens noch etwas verkleinert. Hier seht ihr noch die erste Version. Ich mag die große aber auch.


Ich muss sagen, dass ich zunächst etwas skeptisch wegen der Brustabnäher war. Wenn die doof sitzen, kann das meiner Meinung nach unvorteilhafter aussehen als ohne Abnäher ... aber jetzt bin ich doch wirklich glücklich damit. Zuerst war einer der Beiden schief. Wie schief er ist, habe ich erst beim Ansehen der Fotos gemerkt ... (s.oben)

Deshalb habe ich ihn dann noch mal ausgebessert und noch ein paar Fotos mit geradem Brustabnäher gemacht (allerdings habe ich mich dann wenig schlau immer so hingestellt, dass man den korrigierten Brustabnäher gar nicht sieht ;-) ...



Besonders gut gefallen mir ja die Taschen von Arja. Die sind so schnell genäht (man kann sie auch als Paspel- oder Reißverschlusstasche nähen) und machen trotzdem unheimlich was her. Das obere Taschendreieck habe ich übrigens in doppelter Stofflage genäht. Webware plus Fleece, sonst wäre es so sehr dünn gewesen, nur aus Webware.

 Und die Schnittführung am Rücken ist auch toll. Das schmiegt sich super ans Hohlkreuz an ;-)


Es wird übrigens auch noch einen Zusatzschnitt für einen Trageeinsatz geben. Dann kann mein sein Kind schön kuschelig mit in die Jacke einpacken, wenn man es auf dem Bauch trägt. Für uns ist so ein Einsatz allerdings nichts mehr, denn auch wenn ich die Kleine noch hin und wieder auf dem bauch trage, dann will sie doch auch immer zwischendurch mal raus. Und wenn ich dann jedes Mal auch noch die Jacke aufmachen müsst, würde mir das doch zu lästig werden ...


So, nun hab ich auch genug geschrieben und widme mich schnell wieder der Bastelei an meinem Puppenfreebook. Wer noch Lust hat, beim Probenähen mitzumachen (und eine Puppe in Reichweite hat ;-) ), der kann sich gerne hier im Blog oder hier bei facebook bis Freitag noch melden.

Eure
Kristina

Schnitt: Arja von Näähglück
Stoff: Aus verschiedenen Stoffläden vor Ort
Verlinkt bei: RUMS

Dienstag, 24. November 2015

Der Puppenjumper!

So langsam wird es was mit meinem kleinen Freebook für den Puppenjumper. Auch wenn mir die Tochter in der letzten Woche nicht allzuviel Zeit zum Tüfteln gelassen hat, so habe ich immerhin noch zwei weitere Jumper genäht, den Schnitt zur Hälfte digitalisiert und die Anleitung fast fertig ...

... also kann ab dem Wochenende probegenäht werden (ich bin schon ganz aufgeregt :-) :-) ). Mehr dazu weiter unten im Post!

Nun zeige ich euch nämlich erstmal den zweiten (eigentlich dritten) Jumpsuit, den ersten gab es ja letzte Woche schon hier zu sehen.


Diesmal mit Zipfelkapuze (eine normale wird es auch geben), vorne mit Klettband geschlossen und etwas längeren Bündchen, die ich dann umgeklappt habe. Eigentlich sollten die nicht zum Umklappen sein, aber ohne Umklappen waren sie dann doch zu lang, da hätte ich die Ärmel und Beine noch weiter kürzen müssen. So ist es aber auch nicht schlimm, es gibt hier ja noch ein paar Puppen, die genau diese paar Zentimeter größer sind – diese Puppen sind allerdings nicht so fotogen ;-) ...


Ihr glaubt gar nicht, wie viel Spaß es mir gemacht hat, mal wieder so richtig schön kräftige Farben zu vernähen! In letzter Zeit war irgendwie vieles entweder in pastelligen Farbtönen oder in gedeckten Farben ... puh ... da brauch ich dann irgendwann Abwechslung!

Der knallrote Sweatshirt-Stoff ist noch von einem Pullover in Gr. 140, den ich als Kind mal getragen habe. Den hatte ich letztens bei meinen Eltern in irgendeiner Schrankecke entdeckt und direkt zum Upcycling mitgenommen (denn der Pulli-Schnitt sah ganz furchtbar altmodisch aus, den hätte kein Teenie mehr angezogen ;-) ). Aber so an der Puppe gefällt mir das Rot richtig gut. Und ich glaube meine Tochter bekommt auch noch etwas aus dem Stoff!

Das Kapuzenfutter ist auch aus einem alten Kleidungsstück, nämlich aus dem Kleid der Oma (aus dem gab es hier schon mal einen Body und in der "Vor-Blog-Zeit" auch schon mal Ärmel für ein Shirt). Der Stoff ist einfach so schön, da ist bald das letzte Fitzelchen von aufgebraucht!


Und ja, ich war verrückt genug, den Halsausschnitt des Jumpers mit einem Bündchenstreifen zu versäubern, die Nähte hätten zwar ordentlicher werden können – aber trotzdem ... ich habe mich über mich selbst gewundert!


Nun aber noch mal zu den Freebook- und Probenäh-Details:

So, wie es im Moment aussieht, wird es den Puppenschnitt in drei Größen geben: 35-40 cm, 40-45 cm und 45 -50 cm.

Erst dachte ich ja, dass ich für so ein kleines popeliges Mini-Freebook gar nicht erst ein großes Probenähen veranstalte, aber nun habe ich doch ein wenig Sorge, dass der Schnitt nachher nur meinen Puppen passt (und ich meine hier wirklich MEINE Puppen von vor 30 Jahren ;-) meine Tochter hat nämlich nur eine und auch die ist schon 20 Jahre alt und repräsentiert vielleicht nicht gerade die heutigen Puppenmodelle).

Und ich bin sooo gespannt, ob der Schnitt auch Waldorf-Puppen passt oder auch den gängigen Marken-Puppen! Außerdem hätt ich auch gern ein wenig Feedback zur Anleitung ... nicht, dass man die nachher gar nicht versteht ...

Daher würde ich mich riesig freuen, wenn ein paar Nähbegeisterte Lust hätten, den Jumper vorab schon mal zu testen! Wenn du Lust darauf hast und Zeit hättest, etwa bis Nikolaus einen zu nähen, dann schreib mir das einfach im Kommentar. Am Besten bis Freitag, den 27. November (entweder hier im Blog oder hier auf facebook). Ich würd mich freuen, wenn du mir schon sagen könntest, für was für eine Puppe du den Jumper gerne testen würdest und ob du lieber einen mit oder einen ohne Kapuze nähen würdest!

Ich hoffe, dass ich dann bis Freitag alles soweit fertig habe, dass es am Wochenende mit dem Testen losgehen kann!

Ich freu mich schon darauf und hoffe, dass sich trotz nahendem Weihnachtsstress der ein oder andere finden wird :-)

Liebe Grüße
Kristina

Stoff: Upcycling aus altem Pulli und Kleid, Ringelbündchen von Michas Stoffecke
Schnitt: Eigener – bald als Freebook auf meiner Seite!
Verlinkt bei: Creadienstag, HOT, Kiddikram, Nähfrosch, Meertje 

Dienstag, 17. November 2015

Wenn Reh und Hase dir gute Nacht sagen ...

... dann sind das meiner Meinung nach gute Voraussetzungen für eine ruhige und friedliche Nacht. So habe ich mir das auf jeden Fall gedacht, als ich den Schlafanzug aus dem Nosh-Jersey mit den schlafenden Rehen und Hasen für die Tochter genäht habe ...


Ich durfte nämlich noch einmal Stoff probevernähen und zwar diesmal für die Stoffmixbar. Die Stoffmixbar ist der recht neue Online-Shop von Mathila (seit Kurzem M. Thiemig) mit dazugehörigem Ladenlokal in Wiehl. In der Stoffmixbar findet ihr eine kleine und feine Auswahl hübscher und besonderer Stoffe.

Die Nosh-Bambis kennen vielleicht einige schon vom letzten Jahr. Diesen Herbst hat die Stoffmixbar den Stoff noch einmal neu im Sortiment. Als ich den Stoff sah, musste ich sofort an einen Schlafanzug denken: helle Farben, schlafende Tiere, wolkenartiger Hintergund und ein Muster, das sich auf großen Flächen gut macht, perfekte Voraussetzungen also für einen Jumpsuit!


Für mich war es das erste Mal, dass ich einen Nosh-Jersey vernäht habe und ich war so begeistert, dass ich sofort eine ganze Ladung weiterer Stoffe von Nosh bestellt habe. Der Stoff fühlt sich einfach so unglaublich toll an und sieht auch jetzt (nach wochenlangem darin Schlafen, abendlichem Herumtoben und mehrmaligem Waschen) noch fast genau so aus, wie beim ersten Tragen.

Aus den Resten des Stoffes gab es dann direkt noch einen Schlafanzug für die Puppe. Das Schnittmuster für diesen kleinen Puppenjumpsuit werde ich euch übrigens in den nächsten Wochen hier als kleines Freebook auf die Seite stellen. Mittlerweile habe ich den Schnitt noch etwas optimiert und teste gerade noch die Version für eine größere Puppe ...

Nächste Woche kann ich dann wahrscheinlich noch ein wenig Hilfe von ein paar mutigen Testnähern gebrauchen :-), damit der Jumpsuit nachher nicht nur unseren Puppen passt ...


Wie man sieht, mag die Tochter ihre Puppe im Moment wirklich sehr gern!


Die Puppe war auch die erste, die von der Tochter ein Küsschen bekommen hat, nicht etwa Papa oder Mama ...  Auch wenn ich da fast ein wenig eifersüchtig war, finde ich es ja doch wirklich sehr süß, wie so ein kleines Kind schon ganz fürsorglich mit einer Puppe umgeht ... 


... auch wenn sie dann manchmal kurze Zeit später wieder achtlos auf den Boden geworfen wird.


Den Jumpsuit für die Tochter habe ich übrigens genau wie diesen (der allmählich etwas klein wird) wieder nach dem Freebook von Kiind genäht. Ich mag einfach den amerikanischen Ausschnitt so gerne. Ich habe den Jumpsuit direkt eine Nummer größer genäht und die Bündchen noch ein wenig verlängert, damit er schön lange passt. 


Der Ausschnitt ist diesmal allerdings etwas weit geworden. Vielleicht habe ich die Markierungen für die Überlappung nicht genau genug übertragen. Auf jeden Fall könnte es am Hals ruhig etwas enger sitzen. 
Aber es ist auch so ganz ok, denn jetzt im Herbst und Winter ist die Tochter ohnehin entweder in ihrem Schlafsack oder trägt noch einen Body unterm Schlafanzug und so ist es dann trotzdem am Hals kuschelig warm.

Und um noch einmal auf den Titel zurückzukommen: Nein, unsere Tochter schläft auch nicht besser, wenn ihr die Rehe und Hasen auf ihrem Schlafanzug gute Nacht sagen. Und so werden wir nach wie vor mehrmals die Nacht geweckt ... aber wir hoffen weiter darauf, dass auch hier irgendwann mal die Zeit des Durchschlafens beginnt ... vielleicht dann mit dem nächsten Schlafanzug ...

Eure
Kristina

Schnitt: Freebook Jumpsuit von Kiind, Puppenjumpsuit nach eigenem Schnitt

Mittwoch, 11. November 2015

Ein Blumenkleid im Herbst?!

JA! Ein Blumenkleid im Herbst ...

Mein Basic Winterkleid habe ich euch ja schon letzte Woche gezeigt. Heute ist nun das Kleid von meiner Tochter dran, denn auch die hat ein Basic Winterkleid nach dem ganz neuen Schnitt von Ki-ba-doo bekommen.

Als ich während des Probenähens meine Stoffregale nach einem passenden dehnbaren Sweat durchsuchte, fiel mir direkt der noch unangerührte Poly Blossom von Astrokatze ins Auge. Den fand ich im Sommer so toll, dass ich ihn unbedingt bestellen musste, und als er dann eintrudelte, fand ich ihn noch toller, aber etwas schwierig zu kombinieren ... Obwohl da so viele Farben drin sind, passten meine Stoffe alle nicht so richtig dazu. Da kam nun das Winterkleid wie gerufen, denn da muss man ja nichts kombinieren. Noch nicht einmal Bündchen braucht man!


Erst hatte ich mich ja gefragt, ob man wirklich im Herbst noch Blumenkleider nähen (und tragen) kann, aber wenn man sich mal genau umschaut, blüht eigentlich noch recht viel: Rosen, Kornblumen, Raps ... also kann man auch Blumenkleider tragen ... habe ich einfach mal so beschlossen!


Das Kleidchen sitzt auf jeden Fall in Größe 80 wie angegossen. Auf den Fotos trägt sie nur einen ärmellosen Body darunter, aber auch ein Langarmbody passt noch prima unters Kleid. Die Ärmel können noch ein klein wenig mitwachsen (sie ist ja auch noch keine 80 cm groß), also alles so wie es soll.


Der Stoff hat sich übrigens auch als äußerst schmutzunanfällig erwiesen. Flecken fallen einfach gar nicht auf! Ich weiß gar nicht mehr, wie oft die Tochter beim Fotografieren mit dem Popo im nassen Gras (oder auch in einem der Maulwurfshügel) saß, aber man sah nachher trotzdem keinen Dreck auf dem Kleid, seeehr praktisch!


Und schon in diesem Post hatte ich ja angekündigt, dass sich die Katze noch einmal aufs Bild geschlichen hat ... hier ist nun das Foto:


Allmählich überlege ich, ob unsere Katze eigentlich gern Model geworden wäre? Vielleicht für Katzenfutter? Oder fühlt sie sich nur direkt angesprochen, wenn es um Astrokatze geht ;-) ;-) ??  Auf jeden Fall ist sie einfach so ganz freiwillig in den Puppenwagen gesprungen. Sie hat es letztendlich auch nicht lange dort ausgehalten, aber ich habe noch so gerade eben das Foto machen können!

Und weil ich nicht nur Katzenfotos sondern auch Blumenkleider am Mittwoch mag, schicke ich den Post nun zu Mittwochs mag ich ... und außerdem zur Abwechslung auch mal zum After Work Sewing.

Eure
Kristina


Schnitt: Basic Winterkleid Kids von Ki-ba-doo
Stoff: Bio-Sommersweat Poly Blossom von Astrokatze
Verlinkt bei: MMI, After Work Sewing, Kiddikram, Meitlisache, Ich näh bio, Out Now

Dienstag, 10. November 2015

Ginny!

Im Moment bin ich wirklich ein wenig im Röckchenfieber ... Es macht einfach so unglaublich viel Spaß, so kleine Röckchen für ein wackelig laufendes Speckmöpschen mit Windelpopo zu nähen!

Und als dann Christina von Rosarosa zum Probenähen für den Faltenrock Ginny aufrief, konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich hatte nämlich schon häufiger nach hübschen Schnittmustern für Webware-Röckchen gesucht, aber die meisten Kinderröcke sind dann doch immer nur für Jersey ... so musste ich mich einfach fürs Probenähen
bewerben und war dann überglücklich, dass ich mitnähen durfte.


In meinem Kopf hatte ich direkt schon drei Röcke geplant, einen aus Cord, einen aus Jeans und einen aus Sweat, aber das habe ich dann zeitlich doch nicht hinbekommen, denn nebenher liefen noch einige andere Projekte ... und so ist es beim ersten Rock geblieben ... die anderen sind allerdings weiterhin in Planung, denn ich mag den Schnitt unheimlich gern. Vor allem ein ganz schlichter aus Jeans muss noch her. Ich hoffe, dazu komme ich bald.


Ginny ist ein Faltenrock mit Taschen (mit oder ohne Schleife) und optionalen abknöpfbaren Hosenträgern (eher gesagt Rockträgern). Nähen kann man den Rock in zwei Längen, und zwar aus fester Webware wie beispielsweise Jeans, Cord oder Canvas oder auch aus festem Sweat.

Unsere Version ist eine etwas verlängerte kurze Variante aus Cord, kombiniert mit Canvas und dünner Baumwolle.


Eigentlich sollte der Rock für die Tochter ganz anders werden. Nur aus Cord mit ein ganz paar Akzenten aus dem Kringelstoff und unten sollte eine hübsche lindgrüne Häkelbordüre dran. Vorne "echte" Knöpfe und "echte" Knopflöcher.

Beim Zuschneiden der Teile fiel mir dann jedoch auf, dass der Cord-Stoff ganz schief zugeschnitten war und ich meine zweite Reihe an Rockteilen gar nicht mehr hinbekommen würde (es wäre auch sonst schon knapp genug geworden) ... so musste ich dann etwas improvisieren und habe doch ein paar mehr Baumwollkringel mit eingefügt und noch eine alte, aussortierte orangefarbene Gardine aus Canvas angeschnitten. Eigentlich eignet sich der Rock auch prima zum Upcycling, da er aus wirklich vielen schmalen Einzelteilen besteht.

Knöpfe habe ich auf die Schnelle auch keine so ganz nach meinen Vorstellungen gefunden, und so habe ich mal wieder Kam Snaps (allerdings die großen) mit Stoff bezogen.



Tja und die Häkelbordüre war leider auch zehn Zentimeter zu kurz. In den Stoffgschäften hier in der Nähe konnte ich auch leider keine wirklich passende finden (weiß war zu weiß, beige zu beige und rot zu rot ...). Also gab es eine kleine Rüsche aus den Kringeln unten dran, denn nur mit Saum wäre der Rock für meinen Geschmack etwas zu kurz gewesen.


So sieht der Rock nun doch wieder etwas schicker aus als ursprünglich geplant, aber er wird trotzdem auch einfach so getragen und nicht nur zu besonderen Anlässen ... Das Kind findet die Rüsche auf jeden Fall ganz toll (es fängt tatsächlich an, sich für solche Dinge zu interessieren ... )!

Die Hosenträger findet sie hingegen nicht ganz soo toll, (leider, leider, denn ich find die soo süß!). Sie rutschen allerdings im Moment auch etwas und ich werde wohl hinten oberhalb des Gummizugs noch eine Schlaufe anbringen, die beide Träger zusammenhält.


Wenn ihr auch eine Ginny nähen wollt, gebe ich euch noch zwei ganz wichtige Tipps (die natürlich auch im Ebook stehen, aber doppeltgemoppelt hält ja bekanntlich besser ;-) ) mit auf den Weg:

Messt den Umfang des Kindes (genau auf der Höhe wo der Rock später sitzen soll) und verlasst euch dann auf dieses Maß. Das Schnittmuster geht nämlich nur in der Länge nach Größen, in der Weite hingegen nach tatsächlichem Bauchumfang und wenn man sich darauf verlässt, dann sitzt der Rock wie angegossen :-)

Und nun der zweite Tipp: Ganz genau zuschneiden und nähen: Bei so vielen Einzelteilen muss man nur pro Naht einen Millimeter zu viel dazugeben und nachher ist der Rock gleich 1,5 Zentimeter zu weit. Ich dachte erst ja, das sei unmöglich, so genau zu nähen, aber das ist es gar nicht. Sogar ich habe das geschafft (und das will was heißen, ich bin nämlich häufig sehr ungenau mit der Nahtzugabe). Aber der Rock saß sofort spitzenmäßig!

Tja und dann steht eurer Ginny nichts mehr im Weg!


Natürlich musste ich auch noch etwas Passendes zum Rock dazu nähen und so gab es noch Stulpen und Shirt aus den Kullern in Peach Rose vom Stoffonkel. Die lagen hier schon eine Weile und warteten auf ihren Einsatz und ich finde, die zarte Farbe passt ganz hervorragend zu dem rostroten Cord.

Das Shirt ist nach dem Schnitt vom Basic Winterkleid Kids (einfach ein verlängertes Oberteil) und die Stulpen sind nach dem Freebook Stulpenliebe von Rosarosa.


Irgendwie sind es ganz schön viele Fotos geworden, aber die Herbstsonne schien einfach so wunderschön ...

... und nun verabschiede ich mich noch mit meinem persönlichen Lieblingsbild.


Eure
Kristina


Schnitt: Faltenrock Ginny von Rosarosa, Stulpenliebe von Rosarosa, Basic Winterkleid Kids (abgeändert zum Shirt) von Ki-ba-doo.
Stoff: Cord und Baumwolle aus Stoffgeschäften vor Ort, Canvas Upcycling, Bio-Jersey Kuller und Bio-Bündchen vom Stoffonkel
Verlinkt bei: Creadienstag, HOT, Meitlisache, Kiddikram, Ich näh bio, Cord,Cord,Cord 

Donnerstag, 5. November 2015

Stoffmalereien und ein neues Kleid

Es ist soweit: Es gibt mal wieder einen neuen Schnitt von Ki-ba-doo: Das Basic Winterkleid für Damen und Mädchen ...

Ich hatte noch einmal das Glück, den Schnitt als Gastprobenäher vorab testen zu dürfen und zeige euch heute direkt schon mal meine Version der Damenvariante:


Der Schnitt ist ein wenig angelehnt an das ärmellose Sommerkleid Kikky/MAkikky. Nun aber in herbstlich / winterlicher Variante als Langarm oder Kurzarmkleid. Es lässt sich wunderbar aus allen dehnbaren Stoffen nähen.

Ich habe die Variante mit langen Ärmeln und langem Rockteil aus Sommersweat genäht, damit es im Winter und Herbst auch wirklich schön kuschelig ist.


Eigentlich hätte ich das Kleid gerne aus einem gemusterten Sweat genäht, aber ich habe einfach keinen für mich passenden Stoff gefunden. Und da ich Unifarben dann doch ein wenig zu langweilig fand, habe ich mich einfach mal in der Stoffmalerei, oder besser gesagt im Stoffdruck versucht und das Rockteil mit verschiedenen Kreisen bedruckt.


Ich hatte vorab auf ein paar Reststücken getestet, was und wie ich das ganze gestalten könnte.

Letztendlich ist es recht simpel geworden. Ich habe einfach den Deckel einer Zahnpastatube (von dm ;-) ) als Stempel gewählt. Nur die goldene Farbe ließ sich nicht gut drucken, da dort immer die Metallic-Teilchen am Stempel hängen blieben. Also habe ich die goldenen Kringel noch mal nachgemalt und außerdem einige der Kringel mit ein wenig Goldfarbe ausgefüllt. Irgendwie hat das Ganze ja schon Spaß gemacht. Vielleicht werde ich das jetzt mal öfter probieren.

Vor dem Zusammennähen des Kleides war ich noch nicht so überzeugt, ob das Ganze wirklich aussehen würde, aber jetzt gefällt es mir doch!


Und der Schnitt ist mal wieder TOP! Wie gewöhnlich passte er direkt wie angegossen. Lediglich die Ärmel habe ich noch etwas schmaler genäht, aber das war überhaupt kein Problem. Auch die Tropfenöffnung am Rücken finde ich ganz hübsch!


Meine Nähmaschine ist zwar nicht unbedingt der größte Freund von Belegen (trotz Verstärkung stülpt sich der Ausschnitt vorne durch das Absteppen etwas nach außen) aber ich finde das fällt nicht großartig auf und es sieht ja schon deutlich edler aus, mal so ganz ohne Bündchen, oder?

Uuund: Es wird noch ein paar schicke Add-Ons geben für alternative Ausschnitt-Gestaltungen :-)



Ich weiß jetzt auf jeden Fall schon, was ich Weihnachten anziehen werde :-) Wenn es noch kälter wird, sieht das Ganze mit schwarzer Strickjacke drüber, schwarzer Strumpfhose und wärmeren Schuhen sicher auch ganz gut aus ...


Und nun muss ich schnell zurück an die Nähmaschine, dort wartet schon das nächste Herbstprojekt ...

Ach ja und ganz bald zeige ich euch auch noch meine Mädchenvariante vom Basic Winterkleid. Denn die Tochter ist natürlich auch nicht leer ausgegangen ;-) 

Eure
Kristina

Schnitt: Basic Winterkleid von Ki-ba-doo

Stoff: Sommersweat aus dem Stoffgeschäft vor Ort
Verlinkt bei: RUMS

Dienstag, 3. November 2015

Noch mehr Blätterrausch!

Wie letzte Woche schon angekündigt, gibt es nun auch noch ein wenig grünen Blätterrausch zu sehen!


Diesmal ein etwas sportlicheres Outfit aus einer Freya (mit Ärmeln und Bauchtasche aus der Kroodie Erweiterung) von Finnleys, einer gefütterten Hose nach dem Grundschnitt SoPocketLegs von MoiraLita und einer etwas krumpelig auf die schnelle zusammengebastelten Mütze ...


Ich muss schon sagen, der Freya-Schnitt ist echt niedlich. Ich werde bestimmt noch ein paar für den Herbst und Winter nähen. Dann werde ich allerdings den Ausschnitt vorne noch ein wenig tiefer setzen und hinten dafür etwas höher, da hängt die Kapuze etwas weit runter und der Nacken ist recht frei. Oder ich näh einfach mal mit einer der Kragenvarianten statt Kapuze.


Was mich ja ein wenig verwirrt hat, sind die ganzen Angaben zur Nahtzugabe. Bei Freya soll man die Nahtzugabe selbst hinzufügen, bei der Kroodie-Erweiterung ist sie dann aber schon im Schnitt enthalten. Bei der hinteren Passe von Freya soll man nur am äußeren Rand eine Nahtzugabe zufügen, bei den vorderen Passen soll man am äußeren Rand und unten eine Nahtzugabe hinzufügen, innen aber nicht. So geht es noch bei ein paar Schnittteilen ... Wieso denn alles so furchtbar kompliziert? Das verwirrt mich völlig ... Vor allem ergab das meiner Meinung nach zum Teil gar keinen Sinn... oder ich habe den Sinn um ein Uhr nachts einfach nicht verstanden ;-) ... Naja, bei den Passen habe ich dann einfach an allen Seiten Nahtzugabe hinzugefügt (alles andere erschien mir unlogisch) und sie passten wunderbar :-)


Und wen stören schon verwirrende Angaben zur Nahtzugabe, wenn am Ende so ein hübscher Hoodie dabei herauskommt ...


Die Hose ist nach dem Schnitt SoPocketLegs und komplett gefüttert (der Blätterrausch ist allerdings nur unten, weiter oben habe ich mit Jersey-Reststücken gefüttert). Die innenliegenden Taschen habe ich selbstgebastelt. Ich hätte allerdings noch etwas großzügiger mit dem Jeans-Stoff sein können. Der dünne Flannell fängt etwas weit oben an und guckt daher ein wenig heraus ... Damit die Hose nicht rutscht, gibt es noch Ösen und ein Bindeband.


Die Mütze habe ich dann noch schnell nach nem selbstgebastelten Schnitt zusammengehauen. Ich finde ja, dass es allmählich so kalt ist, dass man als kleiner Wicht eine Mütze tragen sollte, aber die kleine Madame sieht das häufig anders und so ist meine Motivation meist nicht so besonders groß, mir ganz viel Mühe für Mützen zu geben. Diese hier hat sie zumindest für fünf Minuten aufgelassen, mal sehen wie oft die noch getragen wird...



Unten habe ich in die Naht einfach Framilon gedehnt mit eingenäht, damit die Mütze hält (ich wollte einmal kein Bindeband ;-) ) aber dadurch kräuselt sich das doch etwas unhübsch. Vor allem habe ich das Framilon wohl nicht gleichmäßig gedehnt, das fällt leider etwas auf. Ansonsten steht ihr die Mütze aber eigentlich ganz gut ...


Nun ja, es gibt ja noch ne Kapuze, aber die lässt Madame natürlich auch nicht auf dem Kopf ...


 So ohne Kopfbedeckung ist es einfach viel, viel besser :-) Und wen stören schon kalte Ohren ;-) ??


Ich wünsche euch eine wunderschöne Novemberwoche!

Eure
Kristina


Stoff: Bio-Interlock Blätterrausch von Astrokatze (Design Aleksio), Bio-Denim von Siebenblau (zur Zeit nicht im Shop verfügbar)
Schnitte: Freya/Kroodie von Finnleys, SoPocketLegs von MoiraLita, Mütze selbstgebastelt
Verlinkt bei: Creadienstag, Kiddikram, Meitlisache, HOT, Ich näh Bio