Dienstag, 27. Oktober 2015

Im Blätterrausch!

Hier ist seit Sonntag der goldene Herbst angekommen. Wunderschöner Sonnenschein und überall buntes Laub. So kann es meinetwegen gerne noch eine Weile weitergehen! Auch die Tochter war begeistert und hat zum ersten Mal "Blätter" gesagt.

Am Sonntag sind dann bei diesem wunderschönen Sonnenschein die Fotos von Töchterchens neuem Outfit entstanden.


Ich hatte nämlich das große Glück, für Astrokatze den neuen herbstlichen Bio-Interlock Blätterrausch nach dem Design von Aleksio in der Farbe Lila vernähen zu dürfen (und Grün sogar auch, daran wird gerade noch genäht ...). Ich finde Interlock für den Herbst ganz toll, einfach viel kuscheliger als Jersey aber nicht gleich so dick wie Sweat. Im letzten Herbst habe ich für die Tochter fast alle Oberteile und Bodys aus Interlock genäht.

Als der Stoff vor einer Woche bei mir ankam, konnte ich mich erst gar nicht entscheiden, was ich nähen sollte ... ich wusste nur, dass ich es unbedingt mit dem farblich perfekt passenden Cord aus meinem Stoffregal kombinieren wollte und außerdem mit Orange um einen schönen Kontrast zu haben (und damit es nicht zu kitschig wird)! Aber was für Schnitte nun? Ich hatte so viele Ideen, aber irgendwie musste ich mich ja entscheiden. Also habe ich meine Ideen dem Mann erklärt und der hat dann entschieden: Rock und Shirt! 

So ist es also Rock, Shirt und Mütze geworden. Und da die Tochter nun auch seit ca. anderthalb Wochen wirklich laufen kann, machen jetzt natürlich Röcke endlich Sinn und sehen schon ganz schön knuffig aus zu den kleinen Speckbeinchen, oder?


Der Rock ist nach einem recht simplen selbstgebastelten zweilagigen Schnitt. Der Schnitt besteht aus einem leicht ausgestellten Vorder- und Rückteil und wird quasi durch das Gummiband oben noch leicht gekräuselt. Beim Unterrock ist nur die Rüsche aus dem hübschen Interlock, da ich sparsam mit dem Stoff umgehen wollte.


Oben fällt der Rock vielleicht nicht ganz optimal aber insgesamt bin ich mit der Passform ganz zufrieden. Und auch zufrieden, dass der pinke Cord nun endlich Verwendung gefunden hat, denn ich hatte mich schon häufiger gefragt, warum ich eigentlich einen soo knallig pinken Cord (wenn auch nur 40 cm) gekauft hatte ... aber in Kombination mit dem Blätterrausch sieht er auf einmal gar nicht mehr so knallig aus.


Das Shirt ist nach dem Regenbogenbody von Schnabelina, oben mit amerikanischem Ausschnitt, den finde ich nach wie vor sehr praktisch und hübsch. In der Weite habe ich eine Nummer größer zugeschnitten. Den Ärmel habe ich oben am Ansatz zusätzlich noch ein wenig weiter gemacht und genauso dann natürlich den Armausschnitt von Vorder- und Rückteil entsprechend größer, damit sich das Shirt leichter über Langarmbodys drüberziehen lässt.


An den Ärmelsaum mach ich immer gerne lange Bündchen, so wachsen Oberteile einfach viel länger mit, finde ich. Leggins und Bolero waren schon vorher mal entstanden, aber passen einfach prima dazu (na gut, der Bolero ist fast schon ein wenig eng mittlerweile, aber es geht noch so gerade).


Die Mütze ist nach dem Beanie-Schnitt von Mamahoch2, allerdings nicht einlagig sondern mit kuscheligem Nicki gefüttert und in der Länge als normale Mütze, nicht als Beanie zugeschnitten. Trotzdem ist sie noch etwas lang und in der Weite hätte ich wohl eine Nummer größer nehmen sollen, da ich sie ja gefüttert habe. Da ist sie fast schon ein klein bisschen eng.

Aber ich bin ja unglaublich froh, dass die Tochter die Mütze zur Abwechslung überhaupt aufgelassen hat (und nicht nur bei den Fotos sondern auch bei den Spaziergängen gestern und vorgestern). So waren meine Blätterapplikationen also nicht ganz umsonst und die Tochter hat endlich mal warme Ohren. Trotzdem, ein Bindeband muss sein, sonst ist die Mütze schneller ab, als man gucken kann ...


Und zum Abschluss habe ich noch ein ganz besonderes Bild für euch! Da hat sich nämlich die Katze mit aufs Foto geschlichen. Das macht sie neuerdings sehr gern, bald zeige ich euch noch ein weiteres süßes Katzenfoto, ihr dürft gespannt sein ...


Und nun wünsche ich euch eine wunderschöne goldene Herbstwoche! Ich glaube bei uns soll das Wetter noch so bleiben und ich freu mich schon riesig darauf, noch mal vor dem Winter viel Zeit draußen in der Sonne verbringen zu können!

Eure
Kristina

Schnitte: Rock: nach eigenem Schnitt, Shirt: nach Regenbogenbody von Schnabelina, Leggins: Himmlische Beinchen Luise von Himmelblau, Bolero: aus LaPlayita von Bienvenido Colorido

Stoffe: Bio-Interlock Blätterrausch Lila (auch in Grün und Braun-Orange erhältlich) von Astrokatze, Cord, Sommersweat und Bündchen aus Stoffgeschäften vor Ort

Verlinkt bei: Creadienstag, HOT, Meitlisache, Kiddikram, Cord,Cord,Cord, Kopfkino, Ich näh bio



Dienstag, 20. Oktober 2015

Ist das ein Junge?

Auf diese Frage war ich schon vorbereitet, als die Tochter zum ersten Mal dieses Outfit trug, bestehend aus Jonne und Pilvi ... aber die Frage ist erstaunlicherweise bisher ausgeblieben :-) Und das, obwohl dieses super alltagstaugliche Outfit schon sehr häufig getragen wurde!

Und dabei muss ich ja zugeben, dass man an dieser Kombi wirklich nicht erkennen kann, dass das Kind darin ein Mädchen ist ... aber manchmal (oder auch häufiger) hab ich einfach Lust auf etwas Neutrales :-)


Das Pilvi-Shirt nach dem Schnitt von Näähglück habe ich wieder mit Knopfleiste und Bauchtasche genäht. Die Tasche ist aus Webware, der Pulli aus kuscheligem Lillestoff Stretch-Sweat, der leider ein wenig schnell pillt, aber dafür wirklich seeehr kuschelig und sehr dehnbar ist. 

Die Hose Jonne aus dickerem Jeans-Stoff habe ich wieder mit Teilung genäht. Und diesmal auch mit Taschen vorne. Damit die Baumwollpasse ähnlich dick ist wie der Jeansstoff, habe ich diese wieder gedoppelt, und zwar wollte ich das wieder genau wie hier machen, nämlich so, dass die Passennaht zwischen den zwei Stofflagen verschwindet ... Irgendwie hatte ich da einen Knoten im Kopf und die Lagen erst falsch aneinander genäht, nämlich so, dass die Taschen auch zwischen den Stofflagen verschwunden wären ... also war das Ganze mit einer Menge Auftrennarbeiten verbunden ... 


Ich finde die "fast unsichtbaren" Taschen aber sehr nett. Das kann ich mir auch sehr gut noch vorstellen, wenn die Tochter einmal größer ist ... Wenn man auf dem oberen Bild genau hinschaut, kann man ein wenig in die Tasche hineinsehen ...

Zu der Hose gab es auch noch ein zweites Shirt, das auch noch während des Probenähens entstanden war. Dieses aus dünnerem Jersey und mit Applikation statt Tasche. 


Als wir vor gefühlten Ewigkeiten (ich glaub es war Ende August) diese Fotos gemacht haben, war es tatsächlich noch so warm, dass man so dünn bekleidet einfach im Sandkasten spielen konnte ...

Ich hielt es übrigens für eine tolle Idee, für die Fotos zum Spielplatz zu gehen. Ich dachte, da spielt die Tochter fröhlich herum, während ich haufenweise nette Fotos schießen kann ... irgendwie war es dann aber doch anders ... die Tochter hat zwar fröhlich gespielt, aber ich hatte ständig vor allem den großen Plastik-Eimer vor der Linse, das Kind hockte in völlig unfotogenen Posen im Sand und wollte dann vor allem durchs nasse Gras krabbeln ...

Da waren dann die anschließenden Fotos im Garten deutlich einfacher ... die Katze hat das Kind amüsiert und ich konnte knipsen :-)


Eure
Kristina

Stoffe: Lillestoff, Alles für Selbermacher, Stoffladen vor Ort

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Ein bisschen Sport muss sein ...

Also ich muss ja jeden Tag mindestens einmal draußen etwas an der frischen Luft unternehmen, sonst fühle ich mich irgendwann furchtbar matschig... Auch bei Regen, Sturm und Kälte muss ich irgendwann raus. Und alle paar Tage habe ich außerdem das Bedürfnis, mal ein wenig Sport zu treiben. Und da ist es dann einfach sehr praktisch zu joggen, auch wenn das gar nicht mein Lieblings-Sport ist. Aber das Joggen verbindet beides so gut miteinander: Man ist draußen und macht Sport. Außerdem kommt noch vereinfachend hinzu, dass ich super meine Kleine im Jogging-Wagen vor mir herschieben kann und mein Mann auch gerne mitläuft.

Und da es ja nun wieder kälter wird (ziemlich plötzlich sogar) brauchte ich eine neue Jogginghose für die Herbst- und Winterzeit.


Da habe ich vor ein paar Wochen schon genau richtig vorgesorgt und während des Probenähens für Himmelblau eine Große Luise als Jogginghose genäht und zwar aus Stretch-Sweat (und eine Nummer größer, da der Stoff längst nicht so elastisch wie Jersey ist).


Da meine Maschine ja beim Leggins-Säumen Probleme machte, habe ich hier einfach aus dem gleichen Stoff Bündchen angenäht und Gummiband durchgezogen. Bei so einer sportlichen Variante finde ich das ganz ok. Außerdem habe ich noch ein wenig reflektierende Folie unten an den Bein-Außenseiten aufgebügelt ... Ich hoffe die hält, es war nämlich nur die elastische und nicht die hochelastische.


Oben am Bauchbund habe ich von innen noch eine versteckte Tasche eingenäht.


So eine Tasche war in meiner letzten gekauften Sportleggins und ich fand das sehr praktisch. Wenn ich mal ohne Joggingwagen losziehe, kann ich da wunderbar Schlüssel oder andere Kleinigkeiten unterbringen. Für die kleine versteckte Tasche habe ich übrigens ein Tutorial geschrieben, das im E-Book von Himmelblau enthalten ist.

Ach und meine Tochter hat dann für den Herbst auch noch eine Luise aus Sweat bekommen. Auch wenn sie natürlich noch nicht joggt ;-)


Da es hier aber ja hauptsächlich um meine Luise geht, schicke ich diese nun zu RUMS.

Eure
Kristina


Schnitt: Große Luise und Himmlische(r) Beinchen Luis(e) von Himmelblau, auch als Kombi-Ebook erhältlich
Stoff: Sweat aus dem Stoffladen vor Ort, Reflektierende Folie von Extremtextil

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Ein Lieblingsmantel mit Startschwierigkeiten

Im Sommer hatte ich ja schon mal das große Glück, für Claudia alias Frau Liebstes von Ki-ba-doo als Gastprobenäherin das Neckholdertop MAliva probenähen zu dürfen.

Vor ca. drei Wochen fragte Claudia uns Gastprobenäher dann, ob wir noch beim Probenähen für den neuen Basic Strickmantel teilnehmen wollten.

Da hatte ich natürlich sofort große Lust! Strickjacken und -mäntel finde ich ganz klasse und dah ich viel zu faul wäre so etwas wirklich zu stricken, ist das Nähen eines Strickmantels natürlich eine geniale Alternative. Ich hatte vor Kurzem auch schon bei Siebenblau einen Strickstoff entdeckt, der mir unheimlich gut gefiel (auch wenn er unglaublich teuer war). Endlich mal ein ganz natürlicher Strickstoff ohne Polyester!

Ein paar Tage später ging es für uns dann mit dem Probenähen los und ich bestellte schnell zwei Meter vom Lieblingsstoff (denn wie es aussah, passte der Schnitt schon ganz gut, so dass man nicht erst einen günstigen Probestoff hätte nehmen müssen).

Doch bevor der Mantel diese Woche viel zu spät fertig wurde, nahm erst mal ein Hindernisrennen seinen Lauf ...

 
Zunächst einmal kam der Stoff gar nicht so schnell wie gedacht, aber immerhin noch ein paar Tage vor der Deadline. Ich war ganz begeistert davon, wie der Hanf-Strickstoff sich anfühlte und aussah und ich freute mich schon auf eine abendliche Näh-Session. Nachdem ich das 38 Seiten große Schnittmuster zusammengeklebt und ausgeschnitten hatte, kam dann der große Schock beim Auseinanderfalten des Stoffes: Er war nur 75 cm breit (ich habe natürlich sofort nachgemessen, weil ich beim Anblick dieses Stoffstreifens an eine Sinnestäuschung glaubte). Als ich dann ganz empört in der Artikelbeschreibung des Onlineshops nachgesehen habe, was denn da zur Stoffbreite steht, musste ich feststellen, dass da tatsächlich 75 cm stand. Oh jeh, das hatte ich gar nicht gelesen ... irgendwie war ich sogar der Meinung gewesen, der Stroff wäre extrabreit, hahaha.

Nun war ich ganz ratlos. Der Stoff war ja nun nicht so günstig und ich wusste nicht, ob ich mir noch mal zwei Meter davon bestellen wollen würde und wenn doch, wann die ankommen würden? Dummerweise hatte ich auch einfach keine Zeit, in meiner Gegend sämtliche Stoffgeschäfte nach hübschen Strickstoffen (ohne Polyester) abzuklappern. Wahrscheinlich wäre ich eh nicht fündig geworden ... Also habe ich nach einigem Hin- und Herüberlegen dann doch noch mal zwei Meter bestellt. Leider kamen die dann natürlich genau einen Tag zu spät, obwohl die Deadline sogar noch mal nach hinten verschoben wurde. So konnte ich erst nachdem das E-Book schon veröffentlicht wurde und ich vom kurzen Familenbesuch zurück kam, den tollen Mantel nähen. Feedback zur Passform konnte ich so natürlich nicht mehr geben, aber er passt ohnehin super :-)

Nun dachte ich ja, der Mantel ist schnell genäht. Das Schnittmuster war ja schon ausgedruckt und was ich schon aus den ersten zwei Metern Stoff zuschneiden konnte, hatte ich auch schon zugeschnitten. Also habe ich mich sofort dran gemacht. Die ersten Nähte klappten auch einwandfrei, hier waren ja meist nur zwei Lagen des dicken und schweren Stoffes im Spiel und das machten die Nähmaschinen noch ganz gut mit.

Doch als dann für das Annähen der Bündchen die dritte Stofflage ins Spiel kam, ging das Theater los. Eine Nadel nach der anderen ist brach einfach durch. Egal ob an der Ovi oder an der normalen Nähmaschine. Ich habe alle Nadeln, die ich hier hatte durchprobiert: Jersey, Universal, Jeans, Leder in 70, 80 oder 90, ganz egal, alle sind sie gebrochen (ich glaube insgesamt habe ich 8 oder 9 Nadeln gebraucht...). Bei der Ovi hatte ich dann schnell die Nase voll, da geht das Neu-Einfädeln ja nicht ganz so flott, deshalb habe ich dann halt nur noch mit der normalen Nähmaschine weitergenäht. Aber auch da wurden die Abstände zwischen zwei Nadelbrüchen gefühlt immer kürzer und so hatte ich zum Schluss gar keine Lust mehr, das lange Bündchen, das rundherum verläuft, noch abzusteppen (Wahrscheinlich hätten die fünf verbliebenen Nadeln eh nicht gereicht...).

Irgendwann muss ich mich da allerdings noch mal dran setzen, denn sonst sieht vor allem die Innenseite ja nicht so hübsch aus (wie man auf diesem Bild sieht). Vielleicht hat ja auch jemand von euch noch einen Tipp für mich, welche Nadeln sich besonders gut für schwere Hanf-Strickstoffe eignen?


Auf jeden Fall war der ganze Nadel-Ärger verflogen, als ich mir endlich den (ca. 3 Kilo schweren ;-) ) Mantel umhängen konnte, denn ich habe mich sofort pudelwohl gefühlt darin.


Jetzt kann es meinetwegen gerne richtig kalt werden! Ich freue mich, wenn ich den Mantel tragen kann :-) Der Schnitt gefällt mir richtig gut und ich finde er passt hervorragend zu solch schweren Stoffen.


An Ärmeln und Saum soll eigentlich gar kein Bündchen, doch ich fand das so toll, dass die linke Stoffseite auch so hübsch ist und so wollte ich die noch ein wenig mit einbringen!


Die Taschen habe ich einfach mit quer zum Fadenlauf zugeschnitten. So konnte ich die hübsche gestrickte Kante des Stoffes als oberen Taschenrand verwenden ohne irgendetwas versäubern zu müssen. Auch den Musterverlauf finde ich so richtig hübsch. Ich habe die Taschen in der größten Größe zugeschnitten und mag sie sehr gern so groß.


Zum Glück habe ich auf meinen Mann gehört und den Strickmantel mit Kapuze genäht. Ich war mir erst unsicher, doch jetzt finde ich, das sieht richtig schick aus mit Kapuze und außerdem ist es bei windigen Herbstspaziergängen auch viel praktischer.


Zu dem Mantel trage ich hier übrigens meinen Rock Marie vom TINO Outfit. Ich finde der Mantel passt super dazu, oder?


Und nun ab zu RUMS und Ich näh Bio!

Eure
Kristina


Schnitte: Basic Strickmantel von Ki-ba-doo und Rock Marie von Kreativlabor Berlin
Stoffe: Hanf-Strickstoff und Jeans von Siebenblau



Dienstag, 6. Oktober 2015

Paula trifft Luise: Ein Herbstoutfit

Schon als ich im Sommer das E-Book Popo-Paula von Himmelblau entdeckte, war ich direkt ganz begeistert, denn genau so einen Schnitt hatte ich schon gesucht, um ein sommerliches Höschen zu nähen, das die Kleine gut unter Kleid oder Tunika tragen könnte. Doch eh ich dann zum Nähen kam, war der Sommer auf einmal schon wieder vorbei und ich hatte das Projekt bereits auf das nächste Jahr verschoben.

Nun habe ich aber doch noch in diesem Jahr eine Popo-Paula genäht. Ich hatte nämlich die tolle Gelegenheit, für Natascha von Himmelblau ein herbstliches Designbeispiel von einer Popo-Paula in Kombination mit einer himmlischen Beinchen Luise zu nähen. Da war ich direkt Feuer und Flamme und ich hatte richtig Lust auf ein herbstliches Komplettoutfit. Das ist es dann auch geworden, wenn auch mit ein paar kleinen Hindernissen ...


Kennt ihr das auch, dass ihr beim Nähen das Gefühl habt, das wird alles so richtig super und dann sieht es getragen auf einmal doch nicht so toll aus? So ging es mir zunächst mit diesem Outfit ... aber zum Glück ließ sich alles noch ganz gut retten ...


Ich fand im Sommer die Designbeispiele von den Popo-Paulas mit Rüschen besonders niedlich und wollte meine nun auch unbedingt mit Rüschen nähen (auch wenn ich hier schon gemischte Erfahrungen mit Rüschen gemacht hatte ...). Als ich das Höschen fertig genäht hatte, fand ich es auch mit den Rüschen superniedlich, doch getragen wirkten die Rüschen auf einmal viel zu riesig. So sah das nämlich aus:


Nach längerem Grübeln habe ich dann einfach die Rüschen noch knappkantig umgenäht (vorher waren sie nur mit Rollsaum versäubert) und das hat tatsächlich geklappt, ohne dass ich die Seitennähte noch einmal auftrennen musste. Danach war ich sofort viel zufriedener und jetzt finde ich die Größe der Rüschenstreifen genau passend, sie fallen auch viel schöner. Ich bin ganz glücklich, dass ich hier noch mal nachgebessert habe.


Die Popo-Paula habe ich in der Weite übrigens anderthalb Größen kleiner zugeschnitten, damit es aus dem doch etwas schwereren Stretch-Cord nicht zu aufgeplustert wird. So finde ich die Hose von der Weite auch wirklich perfekt.

Das Jäckchen nach selbstgebasteltem Schnitt fand ich getragen hingegen irgendwie zu bollerig und so ganz unifarben auch etwas langweilig. Ich hätte es vom Schnittt her einfach schmaler zuschneiden müssen, damit es als Wickeljacke gut wirkt. Das werde ich dann wohl bei der nächsten machen, denn ich finde solche kurzen Jäckchen ganz niedlich zu Röcken oder weiteren Hosen.

Ein wenig gerettet habe ich das Jäckchen dann noch mit einer Blumenbrosche, die das Einfarbige etwas aufpeppt und außerdem die auseinanderklappenden Wickelteile etwas zusammenhält und das Bollerige ganz gut vertuscht :-) .


Bei der Mütze (eine zur herbsttauglichen Mütze umgewandelte Behütet) habe ich mir dann den nächsten Schnitzer geleistet. Man sollte einfach das E-Book vor dem Zuschneiden und Nähen lesen, dann wüsste man, dass im Schnitt schon 0,7 cm Nahtzugabe enthalten sind. Ich habe das E-Book allerdings erst gelesen, als ich rätselte warum die Mütze denn sooo viel zu riesig ist. Nun ist es natürlich klar, denn ich hatte noch mal überall Nahtzugabe dazugegeben und ohnehin vorher schon eine Nummer größer gewählt, weil die Tochter enge Mützen gar nicht mag.

Die Mütze ist so riesig, dass man eigentlich gar nicht sieht, dass hinten ein dickes rotes Bündchen als Ohrschutz verläuft (weil die Mütze hinten komplett darüber klappt). Aber irgendwann wird ihr die Mütze dann sicher passen.


Immerhin ist die Beinchen Luise genau so geworden wie geplant, aber es war ja auch schon die fünfte, die ich genäht habe :-) Sie ist genau wie die Mütze aus einem Doubleface-Strickstoff und ich habe sie in der Weite für kräftige Kinder genäht, damit auch noch eine Strumpfhose drunter passt.

Insgesamt bin ich trotz der ganzen Missgeschicke mit dem herbstlichen Outfit zufrieden und es wird sicherlich bis in den Winter hinein viel getragen werden.


Ich wünsche euch eine herbstlich schöne Woche!

Kristina

Schnitte: Himmlische Beinchen Luise, Popo-Paula, Behütet, Wickeljacke nach eigenem Schnitt
Stoffe: Alle Stoffe aus dem Stoffgeschäft vor Ort
Verlinkt bei: Creadienstag, Kiddikram, My Kid wears, HOT, StreifenLiebe, Cord,Cord,Cord Meitlisache




Donnerstag, 1. Oktober 2015

Ziemlich langweilig, aber gut zu kombinieren ...

Unifarbene Leggins sind ja irgendwie ziemlich langweilig. Fast wie einfarbige Strumpfhosen ... aber sie sind halt praktisch, weil sie so gut zu allen möglichen Röcken und Oberteilen passen und nicht gleich so aufdringlich sind ... deshalb wurde meine erste Große Luise, die ich für Himmelblau probenähen durfte, auch unifarben (naja und die zweite dann auch  :-) ).

Im Probenähen sind soo viele tolle gemusterte Luisen entstanden, die habe ich alle sehr bewundert. Aber ich habe ein wenig die Befürchtung, dass ich selber einfach keine bunten Leggins tragen würde. Da müsste das Muster schon sehr dezent sein und so einen Stoff habe ich auf die Schnelle einfach nicht gefunden ... also gibt es erst mal nur uni:


Der Schnitt sitzt bei mir echt prima. Das einzige Problem macht mir der elastische Stich. Zum Zusammennähen nutze ich ja meine Ovi, aber für den Saum brauche ich dann ja meine alte Pfaff und die kann nun mal als einzigen elastischen Stich nur den Dreifach-Zickzack-Stich. Ja und abgesehen davon, dass ich den alles andere als hübsch finde, ist der mir nun schon an beiden Beinsäumen und am Bauch gerissen. Toll ... muss ich wohl doch einfach Bündchen mit der Ovi annähen, dabei finde ich das bei einer Leggins eigentlich nicht so schick. Hat da irgendjemand noch Tipps für mich? Bisher hatte es immer gut geklappt, aber es sitzt halt auch kaum etwas so eng wie eine Leggins ...


So, das war jetzt aber mal ein Kontrastprogramm zu meinem Post vom Montag. Da gab es viele Bilder und viel Text zu ein paar aufwändigen Kinderklamöttchen und heute wenig Bilder und wenig Text zu einer ganz simplen Leggins für mich. Aber manchmal müssen solche Basics einfach sein.

Aber nun ab zu RUMS, wo es bei den meisten sicherlich deutlich bunter und aufwändiger zugeht als heute bei mir :-)

Kristina

Schnitt: Große Luise von Himmelblau